@fxneumann E-Mail funktioniert so seit ~40 Jahren. Niemand käme auf die Idee, den Nutzernamen john.doe, den er bei GMail hat, auch bei Yahoo oder GMX zu beanspruchen. Und bei Mastodon soll das plötzlich ein Nachteil sein?
@fxneumann Mit der Föderation verliert der Nutzername an Bedeutung. Unternehmen und netzaffine Menschen werden sowieso ihre eigenen Nodes betreiben. Man wird dann eher Nutzernamen wie @mastodon@mercedesbenz.de sehen statt @mercedesbenz@mastodon.social.
@stefan Mir geht's weniger um den Nutzernamen als um den Account als soziale Repräsentation einer Person. Dafür reicht dann @user@mercedes auch nicht, eher bräuchte es @user@usersveryownserver – und die aktuelle Mastodon-Infrastruktur ist für sowas Overkill.
Bei E-Mail sieht man ja gut, was das für eine Krücke ist: Berufliche E-Mails wechseln, das Kontaktnetzwerk wird exportiert, und um das zu simulieren, gehen Abschieds-und-neue-Adresse-Mails bei Jobwechsel rum. Mit großem Verlust.
@fxneumann @stefan Mir geht es da ganz ähnlich: Ich fühle mich mit den "fremden" Servern auch nicht wohl. Ich habe octodon.social gerade einfach nur gepickt, weil's bereits viele Nutzer gab. Aber keine Ahnung, wer das hier betreibt und ob er morgen noch Lust dazu hat. Wenn man seine Inhalte "behalten" will, das Einstellen hier mit dem Hintergrund eher etwas beunruhigend.
Was es m.E. braucht, ist eine simple, selbst zu hostende Single-User-Lösung mit der Einfachheit einer WordPress-Installation.
@eay So einfach wie möglich –
wenn es massenkompatibel wird, dann eher nicht zum Selberhosten. Ich stelle mir da eher dezentrale Lösungen per Kryptographie und Blockchain-artiger Technik vor.
Zum Selberhosten denkbar wäre auch, die Accounts per OAuth zusammen zu binden. Da kann man externe Lösungen nehmen, aber es gibt auch trivial zu installierende OAuth-Server. @stefan
@fxneumann @eay Mit #Docker kann Mastodon schon heute sehr einfach installiert werden. Und es gibt immer mehr Hoster, die schon vorinstallierte Docker-Server anbieten.
Für Kryptographie-/Blockchain-Technologie sehe ich beim Microblogging eher keinen sinnvollen Anwendungsfall - Mastodon ist kein P2P-System.
@stefan »Sehr einfach« kommt sehr auf die Perspektive an. Den Anwendungsfall für Kryptographie sehe ich in der Identitätsverwaltung: Entweder gleich die Identität in die Blockchain legen und damit serverunabhängig machen oder so ermöglichen, bei Serverumzügen die neue Adresse zu bestätigen, fälschungssicher an die alte zu binden und so auch Follower mitnehmen können. @eay
@stefan @fxneumann
ich erinnere mich an eine Export und Importfunktion in den Einstellungen. Damit sollte der Wechsel doch leicht sein.
@fxneumann
Da wird es kaum eine bequeme Lösung für geben. Das Problem hast du auch wenn du Handynummer oder E-Mail wechselst. Für E-Mail gibt es Umzugsdienste die ich persönlich nie nutzen würde.
Ein kurzer Toot an die Follower vor und nach dem Wechsel erscheint mir neben möglichen Alternativen noch als die beste Lösung bei geringem Aufwand.
@Muto Die technischen Lösungen werden hier diskutiert: https://github.com/tootsuite/mastodon/issues/177
Nur weil Adreßsysteme wie bei E-Mail und Telefon schlechte technische Kompromisse sind, heißt das nicht, daß man etwas substantiell anderes wie Social-Media-Präsenzen denselben Beschränkungen unterwerfen sollte. Siehe dazu auch hier (ganzer Thread): https://octodon.social/@fxneumann/216597
@stefan Ja. Bei E-Mail sind soziales Netz (Adreßbuch) und Adresse getrennt, Social-Media-Accounts sind mehr als eine Adresse, da Reputation und Kontaktnetz dran hängen.